Positionen Gemeinde
Steffisburg – eine fortschrittliche Gemeinde mit Zukunft
Wohnen und arbeiten in der Gemeinde
In Steffisburg gibt es sehr unterschiedliche Quartiere, jedes mit seinem ganz eigenen Charakter. Ziel ist es, diese Einzigartigkeit zu bewahren, die Steffisburger/-innen jedoch auch zu einen. Die Gemeinde soll Alt und Jung eine attraktive Kombination von Wohnen und Arbeiten bieten. Innovative Wohnformen verschiedener Preisklassen werden mit flexiblen Kinderbetreuungsangeboten und Alterswohnen sowie medizinischer Versorgung kombiniert. Ein generationenübergreifendes Miteinander steigert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und somit die Lebensqualität der Bewohner.
Co-Working-Spaces, Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind wichtige Inhalte von «New Work». Mit der nötigen digitalen Infrastruktur (u.a. einem flächendeckenden Internet und einer belastbaren Informations- und Kommunikationstechnik), kann Steffisburg als produktiver Knotenpunkt Unternehmen mit klaren Vorstellungen und hohen Ansprüchen grossartige Perspektiven bieten. Innovative Konzepte sollen Ansprüche von Investoren und Mietern erfüllen. Der ESP/Raum 5, das Cremo-Areal und die Entwicklung Dritter (Stockhornstrasse, Au/Hodelmatte, Pfrundmatte, Bettschen Bernstrasse) werden basierend auf konsequenten Nachhaltigkeitsgedanken und vorteilsstarken Eigenschaften hinsichtlich Gewerbegebiete und -bauten neue Massstäbe setzen. Wenn möglich soll gezielt mit einheimischen Gewerbebetrieben zusammengearbeitet werden.
Ich möchte die Dorf-Leiste unterstützen und die Quartiere nach innen verdichten. Durch die Beruhigung des Verkehrs können weitere Begegnungszonen für alle Altersgruppen entstehen. Andererseits ist es wichtig, die Quartiere an effiziente Verkehrsnetze anzubinden.
Sichere und optimierte Verkehrswege
Auch in Steffisburg steigt das Mobilitätsbedürfnis kontinuierlich, unsere Verkehrsinfrastruktur ist jedoch überlastet und zum Teil risikobehaftet. Da die Platzverhältnisse für den Bau von neuen grosszügigen Verkehrsinfrastrukturen äusserst bescheiden sind, müssen bestehende durch neue Mobilitätsformen optimiert werden. Sichere Schulwege und Überquerungen für Kinder bzw. ältere Menschen, Velowege, Mobi-Kombis und bessere Busverbindungen könnten viele Probleme beheben. Dazu muss allerdings auch die Bevölkerung sensibilisiert werden.
Eine neue Verkehrsverbindung in Form eines «Fuss- und Veloweges – Querung Mitte» steigert die Verkehrssicherheit und gefährliche Strassen wie die Thunstrasse werden entlastet. Zudem entstehen entlang des Weges neue Begegnungsoasen für die Bevölkerung. Durch die fokussierte Nutzung der Tangentiallinie kann das Busnetz reorganisiert und ausgebaut werden. Unter ökologischen Grundsätzen werden gemeinsam mit den Dorf-Leisten (Dorfplatz, Alte Pferderegie, Park in der Mitte) weitere Begegnungsorte und Quartiere realisiert. Kurze Strecken bis zum nächsten «Health»-Zentrum (Arztpraxen, Fitnesscenter, Spielplätze, Bewegungs- und Erholungszentren) können mit Fahrzeugen des langsamen Verkehrs (e-Bikes, Trottinette etc.) oder mit nachhaltigen Mobility-Fahrzeugen zurückgelegt werden. Durch Massnahmen wie dem Langsamverkehr durch die grüne Lunge von Steffisburg und der oben genannten Achse durch Steffisburg möchte ich eine Verflüssigung des Verkehrs erreichen. Weiter fände ich es optimal, wenn durch die Nähe von Wohnen und Arbeiten Mehrverkehr vermieden würde. Genügend und bewirtschaftete Parkplätze, einerseits in der Nähe des Detailhandels, andererseits auch am Rande des Dorfs oder unterirdisch, machen die Gemeinde noch attraktiver für Anwohner und Besucher.
Vielfältige Bildungs- und Freizeitangebote
Bei Anzahl und Standard der Bildungs- und Freizeitangebote hat Steffisburg Nachholbedarf.
Gute Schulbildung schafft die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft unserer Bürgerinnen und Bürgern sowie unserer Gesellschaft als Ganzes. Um diese Situation positiv zu beeinflussen, müssen die Anforderungen der Lehrbetriebe und der weiterführenden Schulen erkannt und anschliessend erfüllt werden. Eine optimale Abstimmung von Lehrplänen, Lehrmitteln, einem grösseren Angebot an Freifächern und der entsprechenden Infrastruktur tragen wesentlich zur Verbesserung des gesamten Schulerlebnisses bei. Weiter sollten Zusatzangebote an Schulen so weit wie möglich ausgebaut werden. Bei der Infrastruktur möchte ich auf Luxus wie superschöne Schulhäuser verzichten, mich dafür auf zweckmässige Einrichtungen und genügend Material (z. B. für jedes Kind ein Tablett) fokussieren. Attraktive Freiräume und Pausenplätze wirken anregend und dienen den Schülern zum «Kopflüften». Wünschenswert für die Zukunft der jungen Generation wäre es auch, dass Steffisburg eine Vorreiterrolle in den Bereichen Informatikausbildung, Umgang mit Social-Media, Zusammenarbeit mit Lehrbetrieben und Wettbewerben für Schüler/-innen einnehmen würde. Bezüglich flexibler Lernorte, Home-Office/-Schooling und bei der Umsetzung neuer Schulanlagen möchte ich unkonventionelle Lösungsansätze verfolgen.
Wichtige Projekte bezüglich Freizeitangeboten sind:
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Förderung von Vereinen und Anreize für Jugendarbeit
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Ferienpass für Kinder
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Wirtschaftliche Raumnutzung von Schul- und Sportanlagen auch für Vereine und Private
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Weiterverfolgung der Idee einer «Freizeitanlage Gumm»
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Umsetzung Grünanlage «Schwäbis» (beim Aare-Einstieg)
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Förderung diverser Freizeitangebote: Pumptrack, Kletterpark, Bike Strecken, Zulg Trail, u. a. m.
«Die neue «Schul-, Kultur- und Sportanlage Schönau»: Eine intelligente Idee, ein solides Konzept – und wir können und dies leisten. Die Eröffnung erfolgt im August 2026.»
Weil es in der Gemeinde an Orten für Schulen und Vereine fehlt, sind die zügige Realisierung der Anlage inkl. weiterer Aussenplätzen sowie die Sanierung des Oberstufenzentrums Schönau (in den nächsten drei Jahren) und unmittelbar danach die Schulanlage Zulg zu realisieren.
Konkurrenzfähiger Wirtschaftsstandort mit beneidenswerter Finanzsituation
Steffisburg soll durch Steueroptimierung und unbürokratische Anpassungen der Rahmenbedingungen zum attraktiven Standort für Unternehmen werden und interessante neue Arbeitsplätze schaffen. Mir ist es ein Anliegen, den Kontakt zu bereits ansässigen Unternehmen zu pflegen, sie zu unterstützen und deren Vielfalt zu fördern. Zudem sollen sich Unternehmen und Unternehmer/-innen auch vermehrt in der Politik einbringen. Vielleicht wird eines Tages sogar mein Traum von einem Zukunftslabor, das sich mit innovativen Nachhaltigkeitsgedanken beschäftigt, wahr. Erneuerbare Energien wie Biomasse, Wind und Sonne können uns alle zu grünen Energieproduzenten machen und gemeinsam mit z.B. der NetZulg AG könnten wir mit der Verteilung von Ökostrom experimentieren. Die Ideen gehen mir mit Sicherheit nicht aus. Ich orientiere mich an solchen Visionen und fokussiere mich auf das Umsetzbare.
Gesunde Finanzen sind Mittel zum Zweck, um Leistungen für Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln, gezielte Zusatzinvestitionen zu realisieren und den eigenen finanziellen Handlungsspielraum zu bewahren. Ich unterstütze freisinnig-liberale finanzpolitische Ziele, das heisst: Investitionen mit eigenen Mitteln finanzieren, Schulden abbauen und beim Personal- und Sachaufwand Mass halten. Die finanzielle Resilienz gilt es für nachfolgende Generationen zu erhalten. Meine Vision: Steffisburg als steuergünstige Gemeinde im Raum Thun, die wenn immer möglich positive Rechnungsabschlüsse erreicht.

